Dipl. Psych. A. Reichel - Rothenbaumchaussee 207 - D 20149 Hamburg
Tel.: + 049 04 (0) 41339941 - E-Mail: reichel@coachingprofessional.de

was ist coaching nicht?

1. Coaching ist keine Fachberatung

Coaching will und kann in der Regel keine Fachfragen beantworten, denn es geht im Coaching-Prozess weniger um das WAS als um das WIE. Coaching ist Prozessberatung, also eine 'Steuerungsberatung'. Expertenwissen wird dabei nach Bedarf hinzugezogen. Der Coach ist dabei der "Prozessbeschleuniger" und "Experte der Gestaltung", er ist kein Experte der Produktion.

2. Coaching ist keine Psychotherapie

Coaching kann keine Psychotherapie ersetzen, aber durchaus therapeutische Wirkung entfalten. Auch bedient sich die Methodik beim Coaching u.a. vielfältiger therapeutischer Verfahren. Nach dem Motto "gut ist, was hilft", gilt es beim Coaching nicht einem therapeutischen Verfahren treu zu bleiben, sondern kompetent und reflektiert das zu wählen und einzusetzen, was den Coachee seinem Ziel näherbringt. So kann eine anhaltende Symptomatik (u.a. vegetative und psychosomatische Beschwerden) durch Coaching-Prozesse durchaus positiv beeinflusst werden.

Im Gegensatz zu einer psychotherapeutischen Behandlung gilt Coaching als private Dienstleistung; die Kosten werden jedoch von vielen Arbeitgebern übernommen.

Eine Psychotherapie erfolgt auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten und auf Indikationsstellung des Psychotherapeuten. Eine psychotherapeutische Behandlung unterliegt zertifizierten Richtlinien und ist als Kassenleistung sowohl bei gesetzlichen wie privaten Versicherungen in Deutschland anerkannt.

3. Coaching ist kein Training

Beim Training geht es um den gezielten Aufbau von Verhaltensweisen wie z.B. Verkaufstraining, Rethoriktraining. Coaching ist kein Training, kann aber Trainingselemente einsetzen. Ein entscheidender Unterschied ist die Beziehungskonstellation zwischen Coachee und Coach/Trainer und Trainee, die, anders als beim Training, nicht durch ein Expertengefälle geprägt ist: der Trainer lehrt Fachwissen, er hat die "hard facts", die der Trainee noch nicht kennt. In der Beziehung zwischen Trainer und Trainee ergibt sich daraus ein Hierachiegefälle.

Der Coach hingegen kennt die Lösung nicht, kann aber den Weg ebnen, so daß der Coachee die beste Lösung für sich entwickeln kann. Beim Coaching geht es um eine Beratung auf "Augenhöhe".